Bergisch Gladbach "Zanders hat Zukunft!"

KV Rheinisch-Bergischer KreisBergisch Gladbach

22.3.2021 - DIE LINKE. legt dem integrationsrat Bergisch Gladbach eine Resolution vor, in der sich der Integrationsrat und der Stadtrat zum Produktionsstandort für Papier in Bergisch Gladbach bekennen und sich solidarisch mit der Belegschaft des Werks erklären.

Hale Bagherzadeh, Mitglied des Integrationsrats für DIE LINKE. ist schockiert über vereinzelte Forderungen im Stadtrat, die tatsächlich die traditionsreiche Papierfabrik endgültig schließen wollen. „Eine Umwandlung des Zandersgelände würde mehr als 20 Jahre dauern und den Steuerzahler „viele viele“ Millionen Euro kosten, wie andere Beispiele beweisen. Wir müssen um und für die fleißigen Menschen bei Zanders kämpfen und den Mut haben einen Schritt auf das Papierwerk zuzugehen. Das ist nicht nur im Interesse der Belegschaft, dir zu mehr als einem Drittel aus Migranten besteht, sondern der ganzen Stadt. Gerade wenn solche Forderungen nach Werksschließung kursieren muss die Politik deutlich machen, an wessen Seite wir stehen. Deshalb bitten wir den Integrationsrat und die Parteien des Stadtrats unsere Resolution „Zanders hat Zukunft!“ zu unterstützen.“

Bundestag trifft Zanders Betriebsrat!

Auf Initiative von Tomás M. Santillán (Sprecher DIE LINKE. RBK) hatte sich die Partei in der letzten Woche mit dem Betriebsrat Zanders getroffen, um über die Lage der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu sprechen und um ihre Solidarität zu zeigen. Die kleinen Delegation bestand aus Matthias W. Birkwald, Mitglied des Bundestags (DIE LINKE.) und stellv. Vorsitzender des „Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales“, Isabelle Casel (DIE LINKE. RBK), Hale Bagherzadeh (Integrationsrat Stadt Bergisch Gladbach) und Tomás M. Santillán. Frank Conrad war als Gast und Vertreter des DGB-Netzwerks Rhein.-Berg. dazu eingeladen. Corona-Schutzvorkehrungen wurden eingehalten.

Zanders-Betriebsratsvorsitzender Taner Durdu (IGBCE) schilderte nachdrücklich die Ängste der Beschäftigten und ihrer Familien vor dem mit einer Schließung des Werkes drohenden Verlust ihrer wirtschaftlichen Existenzgrundlage. Er erklärte aber auch, dass das Werk eigentlich gut arbeiten könnte, wenn die Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Matthias W. Birkwald, DIE LINKE. (MdB) meint nach dem Gespräch: „Auch für die Stadt Bergisch Gladbach hätte der Verlust von 380 gut bezahlten und tariflich geschützten industriellen Arbeitsplätzen schwerwiegende negative Folgen - durch den Verlust von Kaufkraft und mittelfristig steigenden Sozialausgaben.
Mit Nachdruck unterstütze ich deshalb die Forderung an die Stadt Bergisch Gladbach, mit einem eindeutigen Signal für eine sichere Zukunft von Zanders einen Erfolg der laufenden Sanierungsinsolvenz zu ermöglichen.“

Für Isabelle Casel (Bundestagskandidatin für DIE LINKE.) steht besonders die Frage im Mittelpunkt, wie es am Standort weitergehen wird. „Für DIE LINKE. ist klar, dass wir die Belegschaft in ihrem Kampf um ihre Papierfabrik unterstützen. Der Investor muss nach der Insolvenz eine tragfähige Strategie vorlegen und die Stadt muss den Anforderungen von Zanders entgegenkommen. Alle müssen miteinander reden, damit es weitergeht.“  

Hale Bagherzadeh freut sich darüber, dass Zanders trotz Insolvenzverfahren in der Zwischenzeit die Papierproduktion wieder aufgenommen hat: „Das ist ein gutes Zeichen! Zanders hat ein gutes Team, gute Produkte und dort arbeiten tolle Menschen. Zanders braucht Bergisch Gladbach und Bergisch Gladbach braucht Zanders!“