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Interview im Rösrather Rundblick

Bürgermeisterkandidat Frank Albert-von-der-Ohe stellt sich vor und erklärt seine Ziele

„Ich bin in der Politik, um etwas zu verändern.“

Frank Albert-von-der-Ohe ist Mitglied der Partei „Die Linke“ im Rheinisch-Bergischen Kreis. Neben dem amtierenden Bürgermeister Marcus Maria Mombauer und dem SPD-Kandidaten Dirk Mau ist auch er einer der potentiellen Anwärter für das Bürgermeisteramt.

 

Der selbstständige Rechtsanwalt lebt mit seiner Frau und einem Sohn in Rösrath-Hoffnungsthal und ist seit zehn Jahren Mitglied im Rat der Stadt Rösrath.

 

In einem Interview habe ich über seine Ziele und seine eigene Position in der Stadt Rösrath erfahren.

DG: „Herr Albert-von-der-Ohe, Sie kandidieren als Bürgermeister. Wenn Sie gewählt werden sollte, wie sehen Ihre Pläne und Ihre Ziele für die Zukunft aus? Wofür wollen Sie sich stark machen in der Stadt Rösrath?“

AVDO: „Es gibt zwei Aspekte, die man an dieser Stelle beleuchten muss. Einmal sind das natürlich die persönlichen Ziele und auf der anderen Seite die politischen.

Natürlich weiß ich, dass ich nur eine theoretische Chance habe, diese Wahl zu gewinnen und der neue Bürgermeister der Stadt Rösrath zu werden. Wäre ich Teil einer der großen Parteien, hätte ich mehr Chancen auf den Sieg. Jedoch ist es mir wichtig, mit dem Wahlkampf auf meine Partei aufmerksam zu machen. Wir wollen nicht diese kleine Partei in der 5%-Marke sein, sondern die Menschen und besonders die Rösrather Bürger sollen uns besser wahrnehmen. Die Teilnahme an der Bürgermeisterwahl sichert eine öffentliche Aufmerksamkeit und hebt uns wiederrum von kleineren Parteien ab, die keinen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl haben antreten lassen. Wir wollen politisch zu Wort kommen und durch die Wahl tun wir das auch.

Auf der anderen Seite stehen natürlich die politischen Aspekte, wie das Wahlprogramm der Partei, mein eigenes Wahlprogramm und die Aufgaben, die ich in Rösrath zu bewältigen sehe.“

DG: „Sie sprechen gerade das Thema Wahlprogramm an. Viele Menschen beschäftigen sich nicht damit, sich Wahlprogramme durchzulesen. Welche Aufgaben sehen Sie zu bewältigen?“

AVDO: „Politische Aspekte, die meine Partei vertritt und die ich vor allem auch selber vertrete sind zum Beispiel die Senkung der Grundsteuer B. Zur kurzen Erläuterung: Auf Grundeigentümer wie zum Beispiel ein Haus wird eine Steuer erhoben und diese Grundsteuer kommt der Stadt direkt zu Gute. Das bedeutet, dass diese Steuer alleine in die Kasse der Stadt geht und nicht wie andere Steuerabgaben mit Bund und/oder Land geteilt werden muss. Die Grundsteuer B ist in den letzteren Jahren schon angestiegen und in Zukunft gibt es auch keine Aussicht auf Verbesserung. Dem möchten wir entgegenwirken. Ich bin der Meinung, dass die Bürger der Stadt Rösrath genug belastet sind mit Ausgaben. Ein Vorschlag unserer Seite wäre es zum Beispiel, gegen Bund und Land zu klagen. Denn Bund und Land verabschieden Gesetze für die Kommunen und erwarten, dass die Städte diese Gesetze umsetzen, auch wenn das Geld dafür nicht da ist. Deshalb ist die Verschuldung der Kommunen auch so hoch. Leider ist unser Vorschlag im Stadtrat mit einer Mehrheit abgelehnt worden. Wir wollen jedoch weiter gegen die Erhöhung der Grundsteuer B kämpfen.

Ein weiterer wichtiger Punkt sind die Kindertagesstätten. Wir wollen freie Kita-Plätze für alle Kinder. Die Kinder sollen eine gerechte Bildungsmöglichkeit erhalten, unabhängig von dem Gehalt ihrer Eltern. Bildung ist ein wesentliches Merkmal und ein Kind sollte die Chance bekommen sich bilden zu können, egal was das Portemonnaie der Eltern sagt.

Auch die Schulen wollen wir verbessern und fördern. Durch die Bildungsreform ist vieles schief gelaufen und auch das Auslaufen der Hauptschule im Jahre 2017 wird wieder Chaos bringen.

Wir haben kein Schulangebot für die Hauptschüler und eine Gesamtschule ist noch nicht in Planung. Die Realschule wird somit zu einer Art „Resteschule“ werden oder die Schüler werden in andere Städte gehen, weil sie dort ein attraktiveres Schulangebot erhalten. Dem wollen wir entgegenwirken! Wir möchten nicht, dass unsere Schüler uns davon laufen.“

DG: „Sie sprechen davon, dass eine Gesamtschule noch nicht in Planung ist. Was bedeutet das genau?“

AVDO: „Das bedeutet, dass wir von der Linken uns dafür stark machen wollen, dass Rösrath ein attraktives Schulangebot bekommt. Eine Gesamtschule wäre dafür schon eine Idee. Natürlich soll diese Schulform nicht als einzige bestehen, denn das Gymnasium Rösrath ist eine Art Wahrzeichen der Stadt. Trotzdem sollte es eine gerechte Chance geben, dass Schüler entscheiden, wo und wie sie sich bilden möchten. Wir wollen unsere Rösrather Kinder und Jugendliche nach Möglichkeiten fördern und nicht vergraulen. Die Gesamtschule in Bergisch Gladbach beispielsweise, zu deren Errichtung die Partei beigetragen hat, hat unzählige Anmeldungen jedes Jahr. Es ist wichtig, auch die Schüler aus rechtsrheinischen Gebieten wieder anzuziehen und unsere Schulen attraktiv zu machen.“

DG: „Das sind wichtige Aufgabenfelder, die Sie und Ihre Partei sich vorgenommen haben.
Aufgabenfelder, denen sich ein Bürgermeister annehmen sollte, besonders in Betracht auf Schulen und Kindergärten. Was meinen Sie, was ein Bürgermeister haben sollte? Eine Charaktereigenschaft eventuell?“

AVDO: „Ein Bürgermeister muss zwei Sachen haben. Da wir ja keinen ehrenamtlichen, sondern einen hauptberuflichen Bürgermeister haben, ist es wichtig, dass dieser eine Führungsrolle in der Verwaltung und in der Repräsentation der Stadt innehält. Er muss die Kommune führen können und zugleich volksnah sein und seine Stadt vertreten können. Meiner Meinung nach liegt der Schwerpunkt mehr auf der Verwaltung als auf der Repräsentation. Ein Bürgermeister darf eben nicht nur vertreten. Er muss dieses große Unternehmen „Stadt Rösrath“ führen können. Ein Bürgermeister muss mit diesen beiden Seiten der Medaille umgehen können.“

DG: „Wichtig ist natürlich auch, dass ein Bürgermeister seine Stadt mag. Was gefällt Ihnen denn zum Beispiel besonders gut an Rösrath?“

AVDO: „Der Stadtteil, in dem ich wohne – Rösrath-Hoffnungsthal. Ich lebe hier seit vielen Jahren und ich muss sagen, dass Hoffnungsthal der einzige Ort in Rösrath ist, der seinen Charme und seinen Flair nicht verloren hat. Die Größe der Ortschaft ist sehr gut und wir haben ein sehr gutes Miteinander. Das gefällt mir wirklich gut und ist ein starkes Plus für die Kommune.“

DG: „Gibt es auch irgendeine Ortschaft, die Ihnen so gar nicht gefällt?“

AVDO: „Die Rösrather Stadtmitte find ich wirklich hässlich, wenn ich das so sagen darf. Hier müsste wirklich was getan werden. In allen Ortschaften gibt es kein „Einkaufsflair“. Das bedauer ich sehr und wünsche mir, dass ich das ändern kann. Denn dafür bin ich in der Politik – um Veränderungen zu bewirken.“

DG: „Zum Schluss möchte ich Ihnen noch eine Frage stellen. Wo sehen Sie ihre persönlichen Stärken?“

AVDO: „Es ist immer schwer über seine eigenen Stärken zu sprechen. Das können andere viel besser. Aber dennoch denke ich, dass ich mich gut für Probleme sensibilisieren kann. Ich trage gerne zu bei eine Lösung für ein Problem zu finden. Außerdem setze ich mich gerne für die Interessen anderer ein. Ich glaube, dass sind die wichtigsten Stärken auf einem Punkt.“

DG: „Vielen Dank, Herr Albert-von-der-Ohe.


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