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Redakteur Marcus Italiani - Burscheid

DIE LINKE. Burscheid tritt zur Kommunalwahl am 25. Mai an

Die Nachricht kam mehr als überraschend und war im Gegensatz zur WOCHENPOST Ente der vorletzten Ausgabe kein Aprilscherz. Die Linke tritt in Burscheid nicht nur erstmals zur Kommunalwahl an, sondern schickt am 25. Mai einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen. Nachdem man bei der Wahlberechtigtenversammlung am 4. und 6. April alle Wahlkreise besetzen konnte und mit Konrad Wolfram, Ralph Klöckner und Heinz-Jürgen Fiedler die Spitzenplätze der Reserveliste besetzt hatte, war man noch für eine faustdicke Überraschung gut: Robby Simon, gebürtiger Burscheider, der mittlerweile in Leichlingen lebt, ist die Hoffnung der Burscheider Genossen. Überhasteter Entschluss oder Polit-Kalkül? Wir fragten bei dem frisch gekürten Kandidaten und seinem Parteigenossen Konrad Wolfram nach:

Herr Wolfram, Herr Simon, wie kam es zu dem sicherlich überraschenden Entschluss, mit einem eigenen Bürgermeister-Kandidaten ins rennen zu gehen?   Konrad Wolfram: Da wir hier in Burscheid spät mit der politischen Organisation angefangen haben, stellte sich die Frage nach einem eigenen Kandidaten anfangs nicht. Als wir die Wahlkreise dann besetzt hatten, war uns aber klar, dass wir darüber hinaus Akzente setzen wollten.   Welche sind das?
Konrad: Wir müssen generell an der Attraktivierung der Innenstadt arbeiten, die aktuell vor sich hin dümpelt. Ich würde mir dreimal überlegen, ob ich hier ein Geschäft aufmache. Ein Ansatz zur Verbesserung wäre sicherlich die Errichtung eines zweiten Vollsortimenters. Es gibt zwischen den Kaufparks in Burscheid und Hilgen durchaus einen Konkurrenzkampf. Sollte irgendwann einer der beiden Läden schließen, würde das die Situation verschlimmern. Wir haben in Burscheid viele ältere Menschen, die nicht so gut stehen, um außerhalb Burscheids einkaufen zu gehen.
Simon: Den Markt nachmittags abzuhalten, ist auch eine Option, um die Innenstadt wieder florieren zu lassen. Durch die Verlegung auf den Vormittag geht eine Menge Potenzial verloren.
Herr Simon, was qualifiziert Sie für das Amt des Bürgermeisters?   Ich bin in Burscheid aufgewachsen, beim BV Burscheid Fußball gespielt, im BTG geturnt und war Schülersprecher an der Friedrich-Goetze Hauptschule. Als Sohn eines Goetze-Arbeiters, der selbst eine Lehre bei FM absolviert hat, fühle ich mich einfach mit der Stadt verbunden, auch wenn ich einige Jahre nicht im Bergischen gelebt habe und erst vor einiger Zeit aus familiären Gründen wieder hierhergezogen bin. Ich habe immer noch viele Kontakte. In den nächsten Tagen werde ich versuchen, mit möglichst vielen Menschen zu sprechen, um herauszufinden, wo der Schuh drückt. Die Linke steht seit jeher für mehr direkte Demokratie. Das möchte ich auch transportieren.
Ein direktdemokratisches Mittel ist das Bürgerbegehren. Könnten Sie beispielsweise im Fall Fritz-Halbach-Straße als Linke damit leben, dass einige Bürger sich dafür entscheiden, dass eine Straße weiterhin nach einem Nazi-Dichter benannt wird?
Wolfram: Meine persönliche Meinung hierzu ist klar: Die Fritz-Halbach-Straße muss man umbenennen. Das ist man der Geschichte schuldig. Natürlich kann man die Gründe der Anwohner auch verstehen, aber in dem Fall wiegt die Last, die auf diesem Namen liegt, schwerer. Wenn ein erfolgreiches Bürgerbegehren die Umbenennung verhindern würde, müsste man allerdings damit leben.
  Welche klassischen Themen der Linken verkörpern Sie?   Simon: Ich habe als ehemaliger Leiharbeiter gelernt, dass hier in Deutschland einiges schief läuft. So ein Leiharbeiter verdient nur die Hälfte von dem, was andere bekommen, die im Grunde die gleiche Arbeit leisten. Zudem muss man einfach sehen, wo Einsparungen Sinn machen und wo nicht. Einsparungen, die zulasten von Arbeitsplätzen gehen, werden wir nicht mittragen. Das gilt zum Beispiel für die Verwaltung. Viele Mitarbeiter sind dort so mit Arbeit überlastet, dass sie ihren eigentlichen Aufgaben nicht mehr nachkommen können. Auch die Zusammenlegung von Apothekennotdiensten halte ich für gefährlich. Insgesamt steht die Linke einfach für starkes soziales Engagement. Dafür möchte ich hier in Burscheid werben.


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