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Berlin, Juli 1946: Blick vom Platz vor dem Brandenburger Tor auf die Ruine des Reichstags. Foto: Bundesarchiv Zentralbild /SNB
Berlin, Juli 1946: Blick vom Platz vor dem Brandenburger Tor auf die Ruine des Reichstags. Foto: Bundesarchiv Zentralbild /SNB

Kreisverband

Den 8. Mai zum Feiertag machen!

DIE LINKE. Rheinisch-Bergischer Kreis möchte den 8. Mai zum Feiertag machen.

Auch wenn dieser Tag immer mit den schlimmsten Verbrechen und einem verheerenden Krieg verbunden bleibt, markiert der 8. Mai das Ende des Krieges und das Ende der faschistischen Gewaltherrschaft der Nationalsozialisten in Deutschland und in Europa. Millionen Menschen wurden getötet, ermordet, gefoltert, vergewaltigt, versklavt, ausgebeutet, sind verhungert oder haben sich aus Verzweiflung selbst getötet, Familien wurden auseinandergerissen und Menschen vertrieben. Millionen Menschen mit jüdischem Glauben fielen der Shoah zum Opfer. Damit sowas nie wieder geschieht, müssen wir die Erinnerung daran wachhalten.

Der 8. Mai bleibt für Deutschland ein wichtiger Tag. Er markiert auch einen Tag, an dem die tiefen Wunden beginnen konnten zu verheilen. Bei allen Defiziten und berechtigter Kritik, leben wir heute in einem Europa, in welchem wir versuchen friedlich mit unserem Nachbarstaaten zusammenleben. Die Völker in Europa haben sich drauf verständigt, dass sie ihre Meinungsverschiedenheiten und Konflikte ohne Waffen austragen und lösen. 

Um die Bedeutung des 8. Mai wurde in Deutschland lange gerungen.

Die Rede des ehemaligen Bundespräsident Richard von Weizsäckers anlässlich des 40. Jahrestages des Sieges über das nationalsozialistische Deutschlands war ein wichtiger Meilenstein. Sein Diktum "Der 8. Mai war ein Tag der Befreiung" formulierte damals keine Selbstverständlichkeit. Es war der unausgesprochene Kontrapunkt zur Kranzniederlegung von Bundeskanzler Helmut Kohl und US-Präsident Ronald Reagan an den Gräbern von SS-Veteranen in Bitburg, der symbolischen Versöhnung von Befreiern und Besiegten – Massenmörder von Wehrmacht und SS inbegriffen.

Gesellschaftlich ist diese Kontroverse - Tag der Befreiung oder Tag der Niederlage - mittlerweile entschieden. Mit dem Aussterben der Generation der aktiven NS-Tätern ist es nur noch eine laute und gefährliche Minderheit, die den 8. Mai nicht als das anerkennt, als was ihn Richard von Weizsäcker vor 35 Jahren bezeichnete.

Sollte der 8. Mai ein gesetzlicher Feiertag werden? "Für uns Deutsche ist dieser Tag kein Tag zum Feiern", sagte Weizsäcker. Der Krieg ging von Deutschland aus, deshalb bleibt der Gedanke richtig: Deutsche können und sollten sich nicht leichtfertig auf die Seite der Sieger stellen.

Andererseits leben wir heute in einer Einwanderungsgesellschaft, es gibt mittlerweile Deutsche mit russischer, französischer, englischer und amerikanischer Familiengeschichte und zumindest in Großstädten wieder blühenden jüdischen Gemeinden. Deshalb denken wir ja: Der 75. Jahrestag des 8. Mai 1945 und der gleichzeitige 35. Jahrestag der Weizsäcker-Rede ist ein guter Anlass den "Tag der Befreiung" zum gesetzlichen Gedenk- und Feiertag zu erklären.

Ob der Tag zum ausgelassenen Feiern, zum stillen Gedenken oder zum Besuch einer Gedenkstätte genutzt wird, hängt dann von jedes einzelnen Familiengeschichte und der jeweiligen persönlichen Verbindungen zu diesem Tag ab. Die einen Gedenken ihren getöteten Vorfahren, die als Soldaten gestorben sind oder an die Flucht und Vertreibung aus ihrer Heimat, andere gedenken ihrer Familienangehörigen, die verhaftet und ermordet wurden oder der Shoah zum Opfer gefallen sind. Es gibt aber auch Menschen, die sich an die Rückkehr ihrer Väter, Söhne, Töchter und Freunde, an das Ende der Nächte im Luftschutzbunker oder die Befreiung aus dem Konzentrationslage erinnern. Es gibt zahllose Gründe den 8 Mai zu begehen.

Um eine Verbindung mit diesem Datum in kommenden Generationen zu erhalten, sollte der Tag der Befreiung jedoch als ein besonderer Tag im Bewusstsein verankert werden und uns immer daran erinnern woher wir kommen und wohin wir wollen.

Gedenken: Freitag, 8. Mai 2020 in Bergisch Gladbach

Zum Gedenken an die in Bergisch Gladbach umgekommenen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auf dem Friedhof St. Laurentius oberhalb des Marien-Krankenhauses werden wir gemeinsam mit neun Vertretern anderer Organisationen an dem Gedenkstein und der Gedenkplatte im Abstand von 2 Metern versammeln. Zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie besteht die Pflicht zum Tragen eines Mundschutzes. Es dürfen höchstens 10 Personen sein, weshalb wir nicht öffentlich zur Teilnahme aufrufen. Werden es mehr, so müssten diese in etwas größerem Abstand von der abgesteckten Veranstaltungsfläche bleiben. Die Veranstaltung ist bei der Polizei in Bergisch Gladbach angemeldet.

Rede von Richard von Weizsäcker - 8. Mai 1985 als MP3 - Originalton (archive.org)

Rede als Text im Wortlauf 8. Mai 1985 (bundespraesident.de)


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