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Foto: Pixabay.com

„Jeder Pizzaservice macht das besser!“

Fiasko bei der Vergabe der Impftermine im Rheinisch-Bergischen Kreis.

DIE LINKE. Rheinisch-Bergischer Kreis kritisiert das absolut unprofessionelle Vorgehen von Land und Kreis bei der Vergabe der Impftermine.
Bei der Verteilung der Impftermine gab es erhebliche Probleme, und viele Anfragen blieben zunächst vergeblich.

Nach Auffassung von Andrea Persy aus dem Kreisvorstand der LINKEN im RBK hätte der Landkreis die Briefe an die Berechtigten nicht alle gleichzeitig versenden sollen, um dann an der Hotline die Vergabe der Termine besser steuern zu können:

„Jeder Pizzaservice macht das besser und koordiniert seine Werbung und verteilt diese nach einem System. Dabei sendet man nicht alles gleichzeitig raus, obwohl man genau weiß, dass man diese nicht so schnell bedienen kann.
Hier hätte man ganz anders vorgehen sollen – z.B. in zeitversetzten Blöcken, nach Buchstaben, Postleitzahlen oder Jahrgängen, etc. Dann wären auch die Anfragen bei der Impfhotline verteilt und nacheinander eingegangen.
Der Landkreis hatte tatsächlich lange genug Zeit, sich gut vorzubereiten.“ so Persy.

Rechte Verschwörungstheoretiker und Impfgegner befördert

Landrat Stephan Santelmann appellierte noch letzte Wochen an die Seniorinnen und Senioren die nun angebotene Impfung wahrzunehmen.

Andrea Persy (DIE LINKE) stellt nun fest: „Der Aufruf hat die Wirkung gezeigt, die eigentlich auch zu erwarten war. Der gestrige Tag war ein voraussehbares Fiasko und hat viele Menschen, die sich Hoffnung machen und Angst vor Ansteckung haben, noch weiter verunsichert. Das war völlig unnötig und wird auch dazu führen, dass manche Anfragenden nicht wieder anrufen werden. Jetzt müssen Land und Kreis kräftig zurückrudern und die Menschen wiederholt vertrösten. Das gibt den rechten Verschwörungstheoretikern, COVID19-Leugnern und Impfgegnern leider unverhofften Vorschub.“

Kritik an „Impf-Dränglern“ in den kommunalen Verwaltungsspitzen

DIE LINKE. fordert die Städte und Gemeinden im Kreis auf, dass solche skandalösen Vorkommnisse bei der Impfung, wie sie aus dem benachbarten Rhein-Sieg-Kreis bekannt wurden, konsequent unterbunden werden. Wegen eines Fehlers und wegen schlechter Organisation bei der Verteilung des Impfstoffs haben sich der 31 Jahre junge Bürgermeister (SPD) und ehemalige Bürgermeister (CDU) der Stadt Hennef und weitere 18 Personen aus der Verwaltungsspitze der Stadt impfen lassen, statt den Impfstoff vollständig den Rettungskräften von Feuerwehr und Hilfsorganisationen zu überlassen.

Auch die Verwaltungsspitze der Gemeinde Wachtberg im Rhein-Sieg-Kreis wurde geimpft. DIE LINKE erwartet, dass es im RBK nicht zu solchen Vorfällen kommt, zumal die Rettungskräfte im Rheinisch-Bergischen Kreis bisher noch nicht alle vollständig mit Impfstoff versorgt werden konnten.

„Das aktuelle Chaos bei der Vergabe der Impftermine zeigt aber auch, dass sich sehr viele Menschen impfen lassen wollen. Die hohe Bereitschaft in der Bevölkerung Verantwortung zu übernehmen ist erfreulich.“ so Andrea Persy. „Ich werde mich impfen lassen, sobald ich dran bin. Davor gibt es aber noch viele gefährdetere Personen, die vorher zu impfen sind.“

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