Hambacher Forst erneut bedroht
Seit einigen Wochen gibt es wieder jeden Sonntag Waldspaziergänge, die auf eine erneute Bedrohungslage für die Natur rund um den Hambacher Forst (östlich von Jülich) im aufmerksam machen und Klimabewegte zusammen auf die Straße bzw. in den Wald bringen.
Obwohl bei der gerichtlichen Entscheidung, den Hambacher Forst in seiner jetzigen Form zu erhalten dafür auch sogenannte Waldvernetzungsgebiete vereinbart worden waren, hat RWE es erneut geschafft, mit Hilfe der Landesregierung die Genehmigung zu erhalten, einen Teil davon für die Gewinnung von Sand und Kies zu roden.
Der BUND hatte Klage für eine Eilverfügung eingereicht, diese Genehmigung auszusetzen, da mit der Rodung gegen Arten- und Naturschgesetze verstoßen wird. Das Gericht wertete jedoch die wirtschaftlichen Aspekte höher und wies diese Klage daher ab.
Viele Bäume sind inzwischen schon gefällt worden unter Gefährdung der Klimaschützer*innen, welche mit Baumhäusern und weiteren Strukturen Widerstand gegen die Rodung leisten.
"Ich bin entsetzt über die Vorgehensweise von RWE, welche in Gutsherrenmanier mit Hilfe des Wachschutzes einen intakten Wald vernichten wollen ", so Cornelia Swillus-Knöchel, Mitglied der Linken des Rheinisch-Bergischen Kreises und seit dem tödlichen Unfall im Hambacher Forst aktive Klimabewegte gegen weitere Naturzerstörung rund um den Tagebau durch NRW.
Die gefällten Bäume, die gut für eine hochwertige Holzverwertung geeignet waren, wurden zum Zorn von Förstern stumpf gehäckselt und verkauft von RWE. Ein weiterer Frevel im Umgang mit natürlichen Materialien. Dazu kommt noch, dass der aktuell gewonnene Kies entgegen der Aussage von RWE nicht für die Abstützung der Böschung verwendet wird, sondern im Autobahnausbau genutzt wird.
"Damit wird erneut deutlich, dass der Konzern RWE zur Steigerung der Profite lügt und betrügt und die Klimakrise weiter verschärft. Dagegen müssen wir laut protestieren und deshalb werde ich auch die kommenden Sonntage vor Ort meine Stimme erheben.
Wir haben keinen Planeten B, wir müssen diesen schützen und erhalten für die kommenden Generationen ", so Cornelia Swillus-Knöchel, Klimaaktivistin und Sprecherin Die Linke Bergisch Gladbach abschließend mit dem Aufruf an alle Menschen, sich ebenfalls am Schutz der Umwelt zu beteiligen.
Die Linke im Rheinisch-Bergischen Kreis ruft zur Teilnahme an Unterstützungsaktionen und zum Klimastreik 2025 am Freitag, 14.02.2025 in Köln, Wuppertal oder Lindlar auf. Infos dazu folgen.

